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Streit lösen

Deeskalationstechniken: zehn Techniken für angespannte Situationen

Was in einer zugespitzten Lage helfen kann, jeweils mit dem passenden Moment, dem Vorgehen und einem Satz, den du sagen kannst

Das Wichtigste in Kürze

  • Deeskalationstechniken sollen eine angespannte Lage beruhigen, bevor sie in Drohung oder Gewalt umschlägt. Hier stehen zehn davon, jeweils mit Beispielsatz.
  • Am Anfang steht dein eigener Schutz: mindestens eine Armlänge Abstand, seitlich statt frontal stehen, die Hände offen und sichtbar.
  • Welche Technik passt, hängt von der Stufe ab. Im wütenden Gespräch helfen Zuhören und Ruhe, bei Drohgebärden vor allem Abstand, Rückzug und Hilfe.
  • Deeskalation ist kein Heldentum. Wer bedroht wird oder Gewalt beobachtet, ruft die Polizei unter 110.

In Zahlen

10

Techniken

von Abstand und Stimme bis Rückzug und Hilfe

3

Stufen der Eskalation

nach dem Modul der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

1

Armlänge Abstand

als Mindestmaß, empfohlen von der Unfallversicherung

Drei Stufen der Eskalation und was dann helfen kannStufenmodell nach dem Qualitätszirkelmodul der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Zuordnung der Techniken von dieser Seite

Stufe 1

Was passiert
Eine Seite schweigt, oder jemand verlässt die Szene.
Was helfen kann
früh und ruhig ansprechen, was dich stört
Techniken auf dieser Seite
Gezielt ansprechen, Ich-Botschaft statt Vorwurf

Stufe 2

Was passiert
Ein wütendes Gespräch mit Slogans, Stereotypen und Beleidigungen.
Was helfen kann
ausreden lassen, ruhig bleiben, die Intensität nicht steigern, Gefühle benennen
Techniken auf dieser Seite
Techniken zwei bis sechs

Stufe 3

Was passiert
Drohgebärden kommen hinzu, die Lage kann in körperliche Gewalt umschlagen.
Was helfen kann
eine Wahl anbieten, vor allem aber Abstand, Rückzug und Hilfe
Techniken auf dieser Seite
Eine Wahl anbieten, Abstand halten, Rückzug und Hilfe holen
Die Techniken im Verlauf einer SituationReihenfolge nach dem Abschnitt über die zehn Techniken auf dieser Seite
  1. Körper und Stimme

    Mindestens eine Armlänge Abstand, seitlich stehen, die Hände offen. Ruhig, langsam und in kurzen Sätzen sprechen.

  2. Zuhören und benennen

    Ausreden lassen, nicht sofort widersprechen und aussprechen, was du wahrnimmst: „Sie wirken richtig verärgert.“

  3. Wahl und Zeit

    Zwei annehmbare Möglichkeiten anbieten und sagen, was als Nächstes passiert, mit einer Zeitangabe, die du einhalten kannst.

  4. Rückzug

    Wenn du die Lage allein nicht bewältigst oder Gewalt droht: abbrechen, Abstand herstellen, Hilfe holen.

Was im Ernstfall zähltNach den Regeln der Polizei zur Zivilcourage, zusammengefasst im Abschnitt über Eigenschutz

Im Ernstfall

  • Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr.
  • Ruf bei Bedrohung oder Gewalt die Polizei unter 110.
  • Bitte andere gezielt um Mithilfe, etwa die Person in der blauen Jacke.
  • Kümmere dich um die betroffene Person, statt dich zwischen Streitende zu werfen.
  • Werde in einer konkreten Gewaltsituation laut, damit Helfer aufmerksam werden.
  • Verzichte auf Waffen wie Pfefferspray oder Messer, sie können eine Lage verschärfen.

Was sind Deeskalationstechniken?

Deeskalationstechniken sind Verhaltensweisen und Sätze, mit denen du eine angespannte Situation beruhigen kannst, bevor sie in Beleidigungen oder Gewalt umschlägt. Dazu gehören Abstand und Körperhaltung, eine ruhige Stimme, Zuhören, das Benennen von Gefühlen und das Anbieten einer Wahl. Keine Technik garantiert, dass eine Lage ruhig bleibt; zusammen können sie aber helfen, dass wieder gesprochen statt gedroht wird.

Die gesetzliche Unfallversicherung beschreibt Deeskalation als verschiedene Maßnahmen, die aggressives Verhalten verhindern und ein Aufschaukeln zu einer gefährlichen Situation abwenden sollen. In derselben Mitteilung weist ein Notfallmediziner der Berliner Charité auf einen Punkt hin, den viele übersehen: Wer in einer eskalierenden Situation steht, ist ein Teil von ihr und kann sie beeinflussen.

Die Techniken unten stammen aus Leitfäden für Berufe mit viel Publikumskontakt, etwa für Arztpraxen und Pflege, und aus den Empfehlungen der Polizei zur Zivilcourage. Welche davon passt, hängt davon ab, wie weit die Situation schon eskaliert ist; darum geht es im Abschnitt über die Stufen.

Zehn Deeskalationstechniken mit Beispielsatz

Jede Technik steht mit drei Angaben: wann sie passt, wie sie geht und wie ein Satz dazu klingen kann. Die Beispielsätze sind in der Sie-Form, weil Deeskalation oft unter Fremden stattfindet. Die Polizei rät in ihren Regeln zur Zivilcourage sogar ausdrücklich, einen Täter nicht zu duzen, damit Umstehende keinen privaten Streit vermuten.

Die Reihenfolge folgt grob dem Verlauf einer Situation: erst Körper und Stimme, dann Zuhören und Benennen, dann Wahl und Zeit, zuletzt Rückzug. Zwei oder drei, die du sicher anwenden kannst, helfen mehr als eine Liste, an die du dich unter Druck nicht erinnerst.

Ein Grundsatz steht über allen: nichts tun, was provoziert. Das Qualitätszirkelmodul der Kassenärztlichen Bundesvereinigung nennt Zurechtweisen, Belächeln und Moralisieren als Verhalten, das nichts zur Deeskalation beiträgt, und rät, auf einen Vorwurf nicht mit aggressiver Rhetorik zu antworten.

  1. Abstand halten und seitlich stehen

    Wann
    Sobald jemand laut, unruhig oder drohend wird, noch bevor ein Wort fällt.
    Wie
    Mindestens eine Armlänge Abstand halten, besser mehr. Seitlich statt frontal stehen, die Hände offen und sichtbar vor dem Körper. Ein Tisch oder Stuhl zwischen euch schafft zusätzlich Raum.

    So kann es klingen„Ich bleibe hier stehen, dann haben wir beide Platz.“

  2. Ruhig und langsam sprechen

    Wann
    Wenn das Gegenüber schreit oder sehr schnell spricht.
    Wie
    Ruhig, in tiefer Stimmlage und langsam sprechen, in kurzen Sätzen. Nicht die Lautstärke des anderen übernehmen, sondern Ruhe anbieten, an der er sich orientieren kann.

    So kann es klingen„Ich höre Ihnen zu. Wir klären das jetzt in Ruhe.“

  3. Gezielt ansprechen und Namen nennen

    Wann
    Wenn jemand aufgebracht ist und sich niemand zuständig fühlt.
    Wie
    Die Person nicht allein lassen, sondern direkt ansprechen. Stell dich mit Namen und Rolle vor und nutze ihren Namen, wenn du ihn kennst. So wird aus einem Auftritt vor Publikum ein Gespräch zwischen zwei Menschen.

    So kann es klingen„Herr Keller, ich bin Jana vom Empfang. Ich kümmere mich jetzt um Ihr Anliegen.“

  4. Ausreden lassen

    Wann
    Wenn jemand seinen Ärger loswerden will und immer wieder unterbrochen wird.
    Wie
    Zu Wort kommen und ausreden lassen, nicht dazwischengehen, nicht sofort widersprechen. Kurze Signale wie ein Nicken zeigen, dass du zuhörst. Die Sachfrage kommt später.

    So kann es klingen„Erzählen Sie erst einmal, ich unterbreche Sie nicht.“

  5. Gefühle benennen

    Wann
    Wenn die Wut größer wirkt als der Anlass.
    Wie
    Aussprechen, was du wahrnimmst, und Verständnis für das Problem und die Gefühle zeigen, ohne der Sache zuzustimmen. Verstehen heißt nicht recht geben. Danach kannst du zu einem Angebot überleiten.

    So kann es klingen„Sie wirken richtig verärgert. Das kann ich verstehen, wenn Sie schon so lange warten.“

  6. Kurze Sätze und geschlossene Fragen

    Wann
    Wenn das Gegenüber stark erregt ist und auf offene Fragen nicht mehr antwortet.
    Wie
    Einfache Wörter, keine Fachbegriffe, eine Aussage pro Satz. Fragen so stellen, dass sie sich mit Ja oder Nein beantworten lassen. Sobald die Person ruhiger wird, können offene Fragen helfen.

    So kann es klingen„Geht es um Ihren Termin heute?“

  7. Eine Wahl anbieten

    Wann
    Wenn sich jemand in die Ecke gedrängt fühlt und nur noch steigern kann.
    Wie
    Zwei annehmbare Möglichkeiten nennen, statt eine Anweisung zu geben. Beide sollten klein und realistisch sein. Eine Wahl gibt Handlungsspielraum zurück, ohne dass jemand nachgeben muss.

    So kann es klingen„Sie können hier kurz warten, oder wir setzen uns nebenan hin. Was ist Ihnen lieber?“

  8. Transparent machen und Zeit gewinnen

    Wann
    Wenn Warten, Unklarheit oder ein Missverständnis den Ärger antreiben.
    Wie
    Sagen, was gerade passiert und was als Nächstes kommt, mit einer Zeitangabe, die du einhalten kannst. Eine kurze Pause gibt beiden Seiten Zeit, sich zu sammeln.

    So kann es klingen„Sie sind nicht vergessen. Ich kläre das und bin in fünf Minuten wieder bei Ihnen.“

  9. Ich-Botschaft statt Vorwurf

    Wann
    Wenn du eine Grenze setzen musst, ohne anzugreifen.
    Wie
    Beschreiben, was ein Verhalten bei dir bewirkt, statt die Person zu bewerten. Die Grenze bleibt klar, klingt aber weniger nach Angriff. Mehr dazu zeigen die Beispiele für Ich-Botschaften.

    So kann es klingen„Wenn Sie so laut werden, verstehe ich nicht mehr, was Sie brauchen.“

  10. Rückzug und Hilfe holen

    Wann
    Wenn du merkst, dass du die Lage allein nicht bewältigst, oder wenn Gewalt droht.
    Wie
    Den Deeskalationsversuch abbrechen, Abstand herstellen und Hilfe holen: Kollegen, Umstehende, im Notfall die Polizei unter 110. Rückzug ist kein Versagen, sondern Eigenschutz.

    So kann es klingen„Ich hole jetzt meine Kollegin dazu.“

Stufen der Eskalation: welche Technik wann passt

Welche Technik passt, hängt davon ab, wie weit eine Situation fortgeschritten ist. Das bekannteste Modell stammt von dem Konfliktforscher Friedrich Glasl und unterscheidet neun idealtypische Stufen der Konflikteskalation. Die Bundeszentrale für politische Bildung empfiehlt es als Hintergrundwissen, um Konflikte besser zu verstehen und Auswege aus ihrer Dynamik zu finden.

Für akute Situationen im direkten Kontakt beschreibt das Modul der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ein einfacheres Modell mit drei Stufen. Auf der ersten bleibt der Konflikt ohne Eskalation: Oft schweigt eine Seite, oder jemand verlässt die Szene. Auf der zweiten entwickelt sich ein wütendes Gespräch mit Slogans, Stereotypen und Beleidigungen. Auf der dritten kommen Drohgebärden hinzu, und die Lage kann in körperliche Gewalt umschlagen.

Auf der zweiten Stufe passen vor allem die Techniken zwei bis sechs: ausreden lassen, ruhig bleiben, die Intensität nicht steigern, Gefühle benennen. Das Modul hält fest, dass nur eine Minderheit wütender Wortgefechte in Gewalt eskaliert. Auf der dritten Stufe kann das Anbieten einer Wahl noch helfen; vor allem aber zählen Abstand, Rückzug und Hilfe, also die erste und die letzte Technik.

Grenzen der Deeskalation und Eigenschutz

Deeskalation ist kein Heldentum. Die erste Regel der Polizei zur Zivilcourage lautet: Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr. Wer bedroht wird oder Gewalt beobachtet, ruft die Polizei unter 110, bittet andere gezielt um Mithilfe, etwa die Person in der blauen Jacke, und kümmert sich um die betroffene Person, statt sich zwischen Streitende zu werfen.

Hilfsmittel, die Sicherheit versprechen, sieht die Polizei kritisch. Die Polizei Hamburg rät ausdrücklich davon ab, zur Verteidigung Waffen wie Pfefferspray oder Messer mitzuführen, weil sie eine Situation verschärfen und gegen einen selbst eingesetzt werden können. Stattdessen empfiehlt sie, alle Möglichkeiten der Kommunikation auszuschöpfen und in einer konkreten Gewaltsituation laut zu werden, damit Helfer aufmerksam werden.

In Einrichtungen mit viel Publikumskontakt liegt Deeskalation nicht allein bei Einzelnen. Die gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt Arbeitgebern, Deeskalationstrainings anzubieten; das Modul der Kassenärztlichen Bundesvereinigung rät zu verabredeten Hilfesignalen im Team und hält fest, dass Eigensicherung Vorrang hat. Schwierige Situationen gehören danach in die nächste Teambesprechung, damit niemand mit dem Erlebten allein bleibt.

So übst du Deeskalation

Techniken, die du nur gelesen hast, sind unter Druck schwer abrufbar. Das Modul der Kassenärztlichen Bundesvereinigung empfiehlt deshalb, schwierige Szenen im Team durchzuspielen. Das geht auch zu zweit: Eine Person spielt eine aufgebrachte Kundin, die andere probiert Abstand, ruhige Stimme und einen Satz aus der Liste.

Übe außerdem den Umgang mit deiner eigenen Anspannung. Das Modul beschreibt eine einfache Atemtechnik: vier Sekunden einatmen, vier Sekunden die Luft anhalten, vier Sekunden ausatmen, vier Sekunden Pause. Wer selbst ruhiger ist, kann Ruhe leichter ausstrahlen.

Und übe im Kleinen. Im nächsten gewöhnlichen Streit, ob in der Familie oder im Verein, kannst du eine Technik bewusst einsetzen: einmal ausreden lassen, einmal ein Gefühl benennen, einmal eine Wahl anbieten. So werden die Sätze vertraut, bevor du sie in einer ernsten Lage brauchst.

PD Dr. med. Tobias Lindner, Charité, in einer Pressemitteilung der DGUV

Vielen Beschäftigten fehlt das Bewusstsein, dass sie Teil einer eskalierenden Situation sind und diese beeinflussen können.
Zur Methode: Deeskalation

Häufige Fragen

Welche Techniken der Deeskalation gibt es?

Zu den bekanntesten Techniken der Deeskalation gehören Abstand und seitliche Körperhaltung, ruhiges und langsames Sprechen, gezieltes Ansprechen, Ausreden lassen, Gefühle benennen, kurze Sätze mit geschlossenen Fragen, eine Wahl anbieten, Transparenz, Ich-Botschaften sowie Rückzug und Hilfe holen.

Was ist die wichtigste Regel bei der Deeskalation?

Eigenschutz geht vor. Die Polizei rät, zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, und die gesetzliche Unfallversicherung, einen Deeskalationsversuch abzubrechen und Hilfe zu holen, wenn du die Lage allein nicht bewältigst. Dazu kommt der Grundsatz, nichts zu tun, was provoziert.

Wie viel Abstand brauche ich bei der Deeskalation?

Die gesetzliche Unfallversicherung nennt mindestens eine Armlänge, das Modul der Kassenärztlichen Bundesvereinigung möglichst eine Beinlänge. Eine seitliche Position bietet zusätzlich weniger Angriffsfläche als ein frontaler Stand.

Wann sollte ich einen Versuch der Deeskalation abbrechen?

Sobald du merkst, dass du die Situation allein nicht bewältigen kannst, oder sobald Gewalt droht. Dann zählen Abstand, Hilfe von anderen und im Notfall der Anruf bei der Polizei unter 110.

Kann man Deeskalation lernen?

Ja. Die Techniken sind erlernbar, brauchen aber Übung, weil man sie unter Druck sonst vergisst. Die gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt Arbeitgebern Deeskalationstrainings.

Was bedeutet ProDeMa?

ProDeMa steht für Professionelles Deeskalationsmanagement. Das Konzept entwickelte der Diplom-Psychologe Ralf Wesuls im Jahr 2002 gemeinsam mit Thomas Heinzmann und Ludger Brinker; 2006 entstand daraus ein eigenes Institut. Es richtet sich an Einrichtungen, in denen Beschäftigte regelmäßig mit angespannten Menschen arbeiten.

Anders als die Techniken auf dieser Seite, die sich an Einzelne im Alltag wenden, beschreibt ProDeMa ein Gesamtkonzept für Organisationen: von der Vorbeugung über Gesprächstechniken bis zur Nachsorge für Beschäftigte nach einem Übergriff.

Was sind die zwölf Grundregeln der Deeskalation?

Das Institut ProDeMa fasst seine Empfehlungen in zwölf Grundregeln zusammen: früh eingreifen, an die eigene Sicherheit denken, Zuschauer entfernen, sich selbst beruhigen, der angespannten Person einen festen Ansprechpartner geben, Körpersprache, Mimik, Gestik und Stimme bewusst einsetzen, Augenkontakt herstellen, nicht versuchen, die Person zu kontrollieren oder zu beherrschen, sich nicht provozieren lassen, Vorwürfe, Ermahnungen und Drohungen vermeiden, wertschätzend bleiben und Bedürfnisse und Gefühle erkennen.

Viele dieser Regeln findest du in den zehn Techniken auf dieser Seite wieder, etwa Abstand, eine ruhige Stimme, das Benennen von Gefühlen und die Ich-Botschaft statt eines Vorwurfs.

Was sind die sieben Stufen der Deeskalation?

Die sieben Stufen stammen aus dem Konzept von ProDeMa und beschreiben keine Stufen eines Konflikts, sondern Ebenen, auf denen eine Einrichtung ansetzen kann. Sie reichen von der Verhinderung von Gewalt über veränderte Reaktionsmuster der Beschäftigten, das Verständnis für die Ursachen aggressiven Verhaltens und kommunikative Deeskalationstechniken bis zu Abwehr- und Fluchttechniken, verletzungsfreien Haltetechniken und der kollegialen Nachsorge.

Die drei Stufen im Abschnitt über die Eskalation auf dieser Seite meinen etwas anderes: Sie beschreiben, wie weit eine einzelne Situation schon fortgeschritten ist, und helfen dir, die passende Technik zu wählen.

Vom Verfahren zur eigenen Mission

Jede dieser Methoden ist von Menschen entwickelt worden, die einen Streit vor sich hatten und ihn anders führen wollten. Dieselbe Haltung braucht es im Kleinen: in einer Nachbarschaft, einer Schule, einem Verein.

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