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AktivMänner-Räume als Quelle für Frieden & Schöpferkraft

Was bisher geschah… (aus Sicht von Ansgar)

Es war einmal ein kleiner Junge im Männerkörper.

AAnsgar30. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Es war einmal ein kleiner Junge im Männerkörper. Der versuchte immer allen zu gefallen. Dieser Junge hatte irgendwann etwas sehr wertvolles verloren. Doch er wusste nicht mehr, was das war. Darum strengte er sich immer doller an und gab immer mehr Gas, um schneller dort anzukommen, wovon er nicht wusste, wo das war.

Das kam vom Mobbing in der Schule. Und vom vielen Anecken, weil er immer anders wollte, als die anderen und auch ziemlich viele Ideen hatte mit Sachen, die er nicht haben durfte, in Momenten, wo das nicht angebracht war und mit Leuten, denen er zu wild, zu laut und zu viel war. Dann kam der Vergleich: Bei anderen war das nicht so. Die wurden gelobt, weil sie gut und richtig waren. Von ihm schienen alle irgendwie genervt und seine Mutter oft überfordert zu sein. Wenn sie traurig war, dachte er jedenfalls immer, dass er das gemacht hat, weil er ja so schwierig war und auch schon mal böse Wörter zu ihr sagte. Dann hatte er Schuldgefühle und schämte sich heimlich. Und er war sehr oft sehr traurig und einsam, hatte niemanden, dem er das erzählen wollte, weil er ja selbst Schuld war und es darum natürlich auch selbst ausbaden musste. Außerdem wollte er ja keine Heulsuse sein…

Er kam zu der Gewissheit: Ich bin falsch. Ich muss richtig werden. So werden und sein, wie die anderen das erwarteten. Und nicht nur das: Er wollte es auch ganz besonders gut machen, etwas ganz besonderes sein. Das brauchte eine Bühne, weil es dort Applaus gab. Und Applaus gab’s nur für gute Leute.

Also versuchte er, immer allen zu gefallen…

Doch auch, wenn er es schaffte, ein Studium gut abzuschließen, einen Beruf zu haben, der ihm Freude machte, eine Frau zu finden, mit der er in die Ehe ging, in der sogar viel Liebe war, er zweimal Vater wurde und ein Haus kaufte, das zur Heimat seiner Familie wurde… so blieb da immer dieser Hunger, dieser Drang nach außen und er war eigentlich nie richtig da.

In einer sehr anstrengenden Zeit, in der sein Leben von allem zu viel hatte, aber vom Richtigen zu wenig, da lockte ihn eine Versuchung, die ihn alles kostete. Er richtete großen Schaden an und bald darauf lag alles in Scherben.

In dieser dunklen Zeit wandte er sich an die Männerwelt und begann eine neue Forschungsreise, auf der er wieder erinnerte, was er einst verloren hatte: Sich selbst.

Seit 10 Jahren nun forscht er weiter mit den Männern an den unzähligen Aspekten, Rätseln und Herausforderungen des Mann- und Menschseins, in den verschiedenen Rollen als Sohn, Enkel, Partner, Bruder, Vater, Angestellter, Lehrer, Kollege, Initiator, Geschäftsführer, Mentor und Freund…

Früher sah er überall und vor allem in sich so viel Mangel - und auch jetzt gibt es ihn noch. Doch diese Forschungsreise hat ihm ein Leben immer weiter wachsender Fülle geschenkt: An Erfahrungen, Freunden, einer neuen Liebe und Familie mit neuen Herausforderungen, an Erkenntnissen, Kompetenzen, an Würde, Glück und Erfüllung.

Und was dabei dem ganzen Richtung gibt, ist, dass er auf dem Weg, sich selbst wiederzufinden, auch seine Berufung gefunden hat:

Räume zu gestalten und zu halten, in denen Menschen sich selbst neu und wieder entdecken können, wobei so oft ihr wahres Potential, das Herzenslied zum Vorschein kommt, das zu singen sie einst auf die Welt gekommen sind.

Mit nun 10 Jahren Forschung in Männerkreisen - die MOORMÄNNER; inzwischen gibt es vier Kreise im Hamburger Raum - gab es den Ruf zum ehrenamtlichen geschäftsführenden Gesellschafter der MALEvolution gUG (zusammen mit Edward Müller, der mit mir gemeinsam diese Mission leitet), die jedes Jahr in Berlin den MANN SEIN Kongress ausrichtet. Hier kommen viele Anbieter von Männer-Forschungsräumen zusammen: Mentoren, Therapeuten, Trainer, Ärzte, Lebenskünstler, Männer mit ihrer Geschichte, Junge und Weise - und treffen auf „Männer auf der Suche“, die hier häufig zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich das Gefühl haben, gehört, gesehen und verstanden zu werden. Es ist ein „Base-Camp“, von dem aus viele Wege auf unterschiedlichste Berge möglich sind und - inspiriert von Vorträgen, Workshops und authentischer Männergemeinschaft - starten sehr viele Männer hier ihre ganz eigene Forschungsreise in ein neues Leben.

Ansgar Schmitz

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