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Ehrenamt vor Ort

Ehrenamt in Berlin

Berlin hat Freiwilligenagenturen in den Bezirken, eine große Engagementbörse und eine kirchliche Vermittlung, hier findest du die drei wichtigsten Wege zu deinem Ehrenamt

Anlaufstellen

AnlaufstelleWas du dort findest
Landesfreiwilligenagentur BerlinÜberverbandliches und weltanschaulich neutrales Kompetenzzentrum für Engagement in Berlin. Sie berät vor allem Organisationen und Ehrenamtskoordination und richtet jedes Frühjahr die Berliner Freiwilligenbörse aus.
LAGFA Berlin (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Berlin)Verbund der Berliner Freiwilligenagenturen, Freiwilligenzentren und Ehrenamtsbüros. Über die Seite findest du die Mitgliedsagenturen, die dich persönlich beraten und an Organisationen vermitteln.
Freiwilligenagentur Charisma (Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)Freiwilligenagentur von Kirche und Diakonie mit Ehrenamtsberatung, Engagement-Datenbank, Ehrenamtsquiz und Fortbildungen für Freiwillige. Sie vermittelt in Einrichtungen in Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz.

Wo finde ich ein Ehrenamt in Berlin?

Am schnellsten findest du ein Ehrenamt in Berlin über eine Freiwilligenagentur in deinem Bezirk. Die LAGFA Berlin ist der Verbund dieser Agenturen, Freiwilligenzentren und Ehrenamtsbüros und stellt ihre Mitglieder auf ihrer Website vor. Wer selbst ein Engagement sucht, soll sich laut LAGFA direkt bei den Mitgliedsagenturen melden. Dort wirst du persönlich beraten und an Vereine, Initiativen und Einrichtungen vermittelt.

Suchst du ein Ehrenamt im kirchlichen oder diakonischen Umfeld, ist die Freiwilligenagentur Charisma die passende Adresse. Sie gehört zum Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und führt eine eigene Engagement-Datenbank. Du kannst dort online stöbern oder direkt Kontakt aufnehmen und eine Ehrenamtsberatung vereinbaren. Für Menschen, die einfache Texte brauchen, gibt es die Seite auch in Leichter Sprache.

Die Landesfreiwilligenagentur Berlin arbeitet anders, denn sie berät vor allem Organisationen, Unternehmen und Ehrenamtskoordination. Für dich als Einzelperson ist ihr wichtigstes Angebot die Berliner Freiwilligenbörse, die sie seit 2008 jedes Frühjahr ausrichtet. Dort stellen Initiativen, Vereine und Verbände ihre Möglichkeiten zum Mitmachen an Messeständen vor. Wer noch unentschlossen ist, bekommt so an einem Tag einen breiten Überblick.

Welche Bereiche gibt es?

Die Bereiche reichen von Nachbarschaft und Integration über Umwelt und Klima bis zu Bildung, sozialen Diensten und Katastrophenschutz. Die LAGFA Berlin hat eigene Arbeitsgruppen zu Vielfalt, zu Klima und Umwelt und zu jungem Engagement. Daran siehst du, welche Themen die Berliner Agenturen gerade besonders beschäftigen. Unter „Engagiere Dich!“ bündelt der Verbund den Einstieg für Freiwillige.

Viele Engagements hängen an den Stadtteilen. Das Projekt „Lebendige Nachbarschaften“ der Landesfreiwilligenagentur unterstützt berlinweit Fachleute in Stadtteilzentren, Freiwilligenagenturen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Für dich heißt das, dass es in Nachbarschaftshäusern und Stadtteilzentren oft Aufgaben gibt, die nah an deinem Alltag liegen. Frag bei deiner Bezirksagentur gezielt nach solchen Orten.

Die Freiwilligenagentur Charisma vermittelt in Einrichtungen von Kirche und Diakonie. Sie legt außerdem einen Schwerpunkt auf inklusives Ehrenamt, damit auch Menschen mit Behinderung ein passendes Engagement finden. Unternehmen können über Charisma einen Social Day oder längerfristiges Engagement ihrer Mitarbeitenden organisieren. Wenn du über deinen Arbeitgeber einsteigen willst, lohnt sich die Frage, ob es schon eine solche Kooperation gibt.

Wie kann ich mich für Frieden und Verständigung engagieren?

Für Verständigung engagierst du dich am direktesten dort, wo Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Meinung zusammenkommen. Die Landesfreiwilligenagentur Berlin betreibt das Beratungsforum Engagement, das Ehrenamtskoordination in Unterkünften für Geflüchtete qualifiziert und vernetzt. In diesen Unterkünften entstehen Aufgaben, bei denen Begegnung im Mittelpunkt steht. Frag bei deiner Bezirksagentur nach, welche Unterkünfte in deiner Nähe Freiwillige suchen.

Auch gelebte Demokratie im Alltag gehört zur Friedensarbeit im Kleinen. Die LAGFA Berlin ist beim Mitmachfest zum Berliner Demokratietag dabei, und die Landesfreiwilligenagentur bietet Mitmachaktionen zum guten Miteinander bei unterschiedlichen Meinungen an. Dazu kommt ihr Fachkreis Diversitätsoffenheit, der Organisationen offener für vielfältige Freiwillige machen will. Solche Formate sind ein guter Ort, um Menschen zu treffen, die sich für Zusammenhalt in der Stadt einsetzen.

Wenn du ein eigenes Vorhaben hast, kannst du es auf W3ltfrieden als Friedensmission anlegen oder eine bestehende Mission unterstützen. Eine Mission beschreibt, was du vorhast, wer verantwortlich ist und wie der Verlauf dokumentiert wird. Ob es in Berlin schon passende Missionen gibt, siehst du in der Missionsübersicht. Über die Veröffentlichung entscheiden Menschen, kein Bot.

Wie viel Zeit muss ich mitbringen?

Wie viel Zeit du brauchst, hängt allein vom Engagement ab, das du wählst. Es gibt feste Aufgaben mit wöchentlichen Terminen und einmalige Einsätze bei Festen, Aktionstagen oder Übungen. Ein Beispiel ist die Katastrophenschutzübung der Berliner Feuerwehr, zu der die LAGFA Berlin Freiwillige aufgerufen hat. Solche Termine eignen sich gut, um ein Feld auszuprobieren, bevor du dich festlegst.

Sag in der Beratung offen, wie viele Stunden du realistisch einplanen kannst. Die Agenturen kennen die Erwartungen der Organisationen und können einschätzen, was zu deinem Alltag passt. Bei Charisma hilft dir das Ehrenamtsquiz schon vorab, deine eigenen Vorstellungen zu ordnen. So vermeidest du, dich gleich zu Beginn zu überlasten.

Plane neben der eigentlichen Tätigkeit etwas Zeit für Einarbeitung und Fortbildung ein. Charisma bietet eigene Fortbildungen für Ehrenamtliche an, und viele Einrichtungen führen neue Freiwillige erst ein, bevor sie allein arbeiten. Wer Menschen begleitet, braucht außerdem Zeit für Absprachen im Team. Diese Stunden gehören zum Ehrenamt dazu und machen die Aufgabe auf Dauer leichter.

Wenn du nur wenig Zeit hast, sind die Berliner Freiwilligenbörse und die Aktionstage der Agenturen ein guter Einstieg. Du lernst dort Organisationen kennen, ohne sofort eine feste Zusage zu geben. Viele Kontakte entstehen genau in solchen Gesprächen am Stand. Danach kannst du in Ruhe entscheiden, ob und wie oft du wiederkommst.

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In vier Schritten zum Ehrenamt

  1. Agentur in der Nähe suchenSuch dir über die LAGFA Berlin eine Mitgliedsagentur in deinem Bezirk heraus. Kurze Wege machen es leichter, ein Ehrenamt dauerhaft zu halten.
  2. Eigenen Typ klärenDas Ehrenamtsquiz der Freiwilligenagentur Charisma hilft dir, Motive und Vorlieben zu sortieren. Mit dem Ergebnis wird das Beratungsgespräch konkreter.
  3. Beraten lassenVereinbare ein Gespräch bei einer Agentur und nenne Zeit, Interessen und Grenzen. Die Beratung ist dafür da, Angebote in Ruhe gegeneinander abzuwägen.
  4. Freiwilligenbörse besuchenAuf der Berliner Freiwilligenbörse im Frühjahr lernst du viele Organisationen an einem Tag kennen. Sprich dort direkt mit den Menschen, die Freiwillige begleiten.

Mit W3ltfrieden weitermachen

Du hast eine Idee für deine Stadt?

Mach daraus eine Friedensmission. Der Friedensmissions-Bot stellt dir fünf Fragen und formuliert einen ersten Entwurf. Veröffentlicht wird nichts, bevor Menschen es geprüft haben.

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W3ltfrieden befindet sich in der Aufbauphase. Auf der Unterstützungsseite findest du alle Wege, die Plattform und die ersten Missionen mitzutragen.